Winter-Drohnen: Happymodel Mobula7 vs. EMAX TinyHawk – Die Brushless Indoor-Racer im Vergleich

Brushless Tiny FPV Racer – der FPV Winterspaß

Es gibt eine Klasse im FPV-Bereich die allgemein als „Tinywhoop“-Klasse bekannt ist, benannt nach dem Hersteller Tinywhoop. Es handelt sich hierbei um die kleinsten Quads (Microquad) welche ich auch zum spielerischem Einstieg empfehle – ausgestattet mit einer FPV Kamera. Sie sind so klein und sicher, dass man sie ohne Probleme Zuhause drinnen fleigen lassen kann.

Ich glaube in keiner Klasse hat sich so viel getan in den letzten Monaten wie in der Tinywhoop-Klasse – und das vor allem wegen dem EMAX Tinyhawk und dem (echt krassen) Happymodel Mobula7. Und weil die beiden Modelle sehr Indoor-Tauglich sind und das gerade im Winter helfen kann, wollen wir uns die beiden Modelle mal genauer anschauen.

Brushless hält Einzug in die Tinywhoop Klasse

Was die „alten“ Whoops von anderen FPV Racequads unterschieden hat, waren neben der Größe vor allem die brushed Motoren. Diese sind zwar günstiger und benötigen keine ESCs, allerdings nutzen sie sich ab und können nicht „bremsen“, d.h. die Motoren drehen weiter wenn man keine Energie gibt. Brushless Motoren dagegen haben immer genau die Geschwindigkeit, die angegeben wird, außerdem sind sind sie effizienter.

Nun ziehen dank steigender Zuverlässigkeit, reduziertem Gewicht und Preis die Brushless Motoren auch in der Tinywhoop Klasse ein. Und damit werden die Biester echt zu miniaturisierten Alleskönnern. Insbesondere die unten vorgestellte Mobula7. Warum erfahrt ihr hier.

EMAX TinyHawk

Emax ist eine der „großen“ Marken im FPV RTF/BNF Bereich. Auch meine erster Racer war von Emax, und zwar der Emax Babyhawk. In letzter Zeit hat Emax immer wieder mit neuen BNF Modellen überzeugt, wie dem Babyhawk Update Babyhawk R im 2,5″ Bereich und dem unglaublichen 5″ Racer Emax Hawk 5. Und jetzt wollen die guten auch im Tiny-Bereich mitmischen und das machen Sie mit einem Paukenschlag: Der TinyHawk!

EMAX TinyHawk
EMAX TinyHawk

Und wenn man ihn sich anschaut fallen einem sofort diverse Dinge auf: Der allumfassende weiße Body inklusive Propguards, die allgemein als recht vorteilhafte Streched-X Form und vor allem die umgedreht montierten Motoren.

Der TinyHawk ist technisch dabei ganz vorne mit dabei, was vor allem an seinem modernden F4 Fight-Controller liegt. Die steckbaren Mortoren und ESCs sind für 1S ausgelegt, was wahrscheinlich das größte Sexiness-Manko ist (warum siehe unten), das aber nur für die Fortgeschrittenen Piloten. Für Anfänger ist er sicherlich die Richtige Wahl. Vor allem auch, da es hier ein RTF-Paket gibt: Funke, Brille, Drohne – alles drin und man kann sofort loslegen!
(Evtl. sollte ich den TinyHawk als Beste Einsteiger-Drohne aufnehmen?)

Tinyhawk RTF Kit
Tinyhawk RTF Kit – Alles was man braucht um loszulegen

Der TinyHawk fliegt sich geil und ist SEHR robust gebaut, die Qualitätskontrolle bei Emax ist eine Wonne und mit diesem Preis ist der Tinyhawk ganz klar für jeden, der etwas in der Whoop-Klasse sucht eine Empfehlung. Wäre da nicht:

Happymodel Mobula7

2S. Das ist es, was den Happymodel Mobula7 Racer ausmacht. Denn diese 2S sind es, was das winzige Ding wirklich zum „Racer“ machen. Diese 2S geben dem Mobula eine KRANKE Performance. Als ich die ersten Videos gesehen habe, wollte ich es kaum glauben. Das so ein winziger Whoop so schnell sein kann. Aber es geht.

Happymodel Mobula7 Tny Racing Drino
Happymodel Mobula7

Der Mobula 7 Quad kann mit 1S oder mit 2S geflogen werden, wobei 1S eher für innen, und 2S eher für außen geeignet sind. (Ja, ein TinyWhoop „eher für Draußen“ xD).

Daneben stimmt das flache Canopy mit der variablen Kameraeinstellung, der F3 Flight Controller macht einen ordentlichen Job und das Ding kann sogar Turtle Mode. Ich glaube das ist eine FPV Drohne mit der man wirklich glücklich werden kann.

Da der Rahmen aber nicht der stabilste ist (vor allem im Gegensatz zum Tinyhawk) würde ich mir gleich einen oder zwei Ersatzframes dazu kaufen und auch ein paar Props.
Zum fliegen benötigt man natürlich noch eine Funke und eine Brille.

Happymodel Mobula7 Black Frame
Mobula7 Black Frame

Erweitertes Einsatzgebiet

Was beide Modelle gemeinsam haben, ist die „Menschen-Tauglichkeit“ – einen 5″ Quad will man nicht in der Nähe von anderen Menschen fliegen – zu laut und zu gefährlich die Dinger. Aber sowohl der TinyHawk als auch der Mobula7 wiegen nur ein paar Gramm im unteren Zweistelligen Bereich und haben Propguards – das Verletzungsrisiko ist Minimal und die Quadrocopter klingen auch nicht so bedrohlich. Damit ist es viel eher möglich, mal eine kleine Runde im Park oder Hinterhof zu drehen.
Das ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe für den größeren Spaß, den man mit Whoops haben kann.

Alternativen

Während dem Schreiben dieses Artikels kamen auch schon die ersten Alternativen, die ich mir allerdings noch nicht genauer angeschaut habe. Trotzdem sollen sie nicht unerwähnt bleiben:

Eachine Trashcan

Gerade ziemlich gehypt wird der „Trashcan“ von Eachine. Denn Er kommt mit dem Eachine-Üblichen sehr gutem Preis, aber diesmal mit beinharter 2S Performance (soll sogar schneller sein als der Mobula7!) und echten Qualitätsteilen, darunter sogar eine Caddx Kamera und ein F4 FC.

Eachine Trashcan Drone
Eachine Trashcan
  • Stabiler Rahmen (75mm)
  • Sehr gute Kamera (CaddX)
  • Crazybee F4 PRO OSD FC
  • 25/200mW VTX

Aber der Trashcan ist eigentlich (trotz der Größe) wohl eher was für Fortgeschrittene.

Kaufliste

EMAX TinyHawk  |  BG   GB   AE   Amz
Happymodel Mobula7  |   BG   GB  AE  Amz
Eachine Trashcan  |   BG   GB   AE   Amz

  

3 Antworten auf „Winter-Drohnen: Happymodel Mobula7 vs. EMAX TinyHawk – Die Brushless Indoor-Racer im Vergleich“

  1. Ich bin gerade dabei in die FPV Geschichte einzusteigen. Erfahrungen habe ich bisher nur am Simulator.

    Ich habe auf vielen Seiten und Foren gelesen und geforscht was wer wie am sinnvollsten findet. Ich habe auch einige Reviews angeschaut und genau da kommen wir zu meinem eigentlichen Anliegen.

    Ich habe vor mir den HGLRC XJB 145 zu holen wie von euch und vielen anderen empfohlen.

    Meine Hardware bzw Equipment geht mit abgesehen vom Radio genau nach eurer Liste (ich investiere 40€ mehr und besorg mir ne Taranis Q X7)

    Allerdings mach ich mir bei dem von euch empfohlenen lade Gerät etwas Sorgen weil ich mir unsicher bin läd es gut parallel? wie groß sollte die Toleranz sein? 0.01Volt oder 0.001 Volt? Hab ich eine discharge Funktion und auch eine Storage Funktion?

    Ich persönlich finde nur schwer Infos wie man mit den Lipos umgehen sollte. Viel meinen ja Feuer sicher in ne lipo bag. Da würde ich mich über mehr Details freuen.

    Viele liebe Grüße Robin

    1. Hi Robin!
      Sorry, habe deinen Beitrag jetzt erst entdeckt und freischalten können, superdickes Sorry!!
      Du sprichst ja über den Einsteiger-Artikel: https://fpvracingdrone.de/wie-fange-ich-mit-fpv-racing-an/die-beste-einsteiger-drohne-fuer-fpv-racing/ – da habe ich ja vor allem einen günstigen Einstieg aufgezeigt. Also die XJB ist nach wie vor super – aber bei der Funke etwas drauf zu legen kann sich echt lohnen.
      Das Netzteil ist sehr einfach, damit kann man immer nur eine Zelle laden, diese wird dann auch über die Balance-Leads geladen. Ich glaube ich werde den Artikel über LiPos (https://fpvracingdrone.de/von-a-bis-z/lipo-akku/) ein bisschen mit „gescheiten“ Ladegeräten aufbohren oder einen eigenen Artikel dazu schreiben. Mehr dazu im Newsletter!

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